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Referentinnen und Referenten |


 






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Wolfgang Endres
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Referent in der Lehrerfortbildung, Sachbuchautor, Lernmethodik, Unterrichts- und Schulentwicklung
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Zahlreiche Veröffentlichungen zum Thema
„Lehren & Lernen“: So macht Lernen Spaß /
Die Endres-Lernmethodik / Positive Psychologie
im Schulalltag (Brohm/Endres) / Resonanz-
pädagogik (Rosa/Endres) / Resonanzpädagogik
& Schulleitung (Rosa/Buhren/Endres)

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Von der Entdeckung neuer Denkmuster
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Menschen entwickeln aus ihren Erfahrungen und Erwartungen Sicht- und Denkweisen, die auch ihre Wahrnehmung lenken und die Situation entsprechend interpretieren. Dadurch bilden sich normalerweise Denkmuster in einem geordneten Rahmen (frame). Im Reframing dagegen nimmt der Betrachter die so wahrgenommene Situation aus dem vertrauten Rahmen heraus und setzt sie in einen neuen. Ein Bild in einen neuen Rahmen zu stellen und es so in einer anderen Perspektive zu sehen, ist eine Art Reframing (= Umdeutung). Aus den Querverbindungen zwischen Reframing und Resonanzpädagogik lassen sich Impulse ableiten, die zu einem solchen Reframing anregen, sich in Stresssituationen durch veränderte Beobachtungen spontan andere Reaktionen zu ermöglichen, das Unerwartete tun und sich dadurch spürbar entlasten. Zum Beispiel den gelangweilten Blick eines Schülers auszuhalten und spontan umzudeuten, hinter dieser Fassade doch ein verborgenes Interesse zu vermuten und es wie ein Goldwäscher entdecken wollen …
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Der Blick auf ein Problem mit einer oft reflexartigen Schwachstellenbetonung wird umgeleitet auf Lösungswege, auf denen Ressourcen zu entdecken sind. Auf diesem „Umweg“ wird der Routineblick mit festgefahrenen Sichtweisen in Frage gestellt. Die Situation, zum Beispiel ein auffälliges Schülerverhalten im Unterricht, wird in einem anderen Kontext gesehen und kann so auch anders bewertet werden. Die Bedeutung durch den Kontext ist ein Grundelement des Reframings. Ähnlich beschreibt das schon Paul Watzlawick in seiner konstruktivistischen Theorie: „… dass alle Erfahrungen im menschlichen Leben nur einen Sinn ergeben, wenn man den Rahmen, also den Kontext, kennt.“

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